Der Wunsch nach kompakten und wirtschaftlichen Baukörpern mit hohem Nutzflächenanteil wird durch große Raumtiefen erkauft mit der Folge, dass die Fassadenflächen nicht mehr dazu ausreichen, die Flächen genügend mit Tageslicht zu versorgen. Zur Begrenzung des Gebäudevolumens werden die Geschosshöhen auf ein Minimum begrenzt. Dadurch sinkt der grundflächenbezogene verglaste Anteil der Fassade. Geschlossene Außenwände sind in Erstellung und Unterhalt kostengünstiger als lichtdurchlässige Fassadenflächen. Lochfassaden mit hohem geschlossenem Außenwandanteil führen jedoch zu schlecht tagesbelichteten, unflexibel einteilbaren Raumzonen und zu einer Reduzierung der Tageslichtautonomie mit der Folge von erhöhtem Energieverbrauch für elektrische Beleuchtung.